Rechtsgeschichte: Homo Portans lässt tragen, um zu strafen

Tragen ist nicht nur Privileg, sondern auch Strafe. Es diente beispielsweise in nationalsozialistischen Konzentrationslagern der Bestrafung und Entwürdigung der Zwangsarbeiter.  Die Transportarbeiten in den KZs wurden nur selten durch Hilfsmittel erleichtert. Im Gegenteil: Sinnloses Hin- und Hertragen schwerer Lasten wurde immer wieder als Strafe und Mittel der Entwürdigung eingesetzt (Prof. Dr. Peter Steinbach, Mannheim).

Tragen kann auch eine Schande sein. Der zum Tragen Verurteilte wird zu einer Geste der Herabwürdigung gezwungen. In diesem Sinne ist die rituelle, strafrechtliche Verwendung des Tragens von zentraler Bedeutung. Das Tragen als Strafe wird sehr anschaulich im mittelalterlichen Ritual des Hundetragens deutlich.


1 Kommentar

  1. Palouzie,Agnes sagt:

    Tragen kann auch beschützen
    z.Beispiel ein Hut aus Papier.
    Tragen kann auch ein sehr schöner selbsschutz
    sein,auch als Straftat.
    Tragen kann zwar eine Schande sein,doch er ist mit der Schande nicht ganz so allein.

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