Homo Portans tagt in Dresden

Die Vorbereitungen für das interdisziplinäre Symposium “Homo Portans. Tragen. Die Faszination des Selbstverständlichen” vom 19. bis 21. Mai 2011 im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden laufen auf Hochtouren. Hier können Sie sich anmelden. Künftig werden die Studierenden der Universität Mannheim über ihr Projektseminar “Homo Portans” und die Arbeit an einer Posterpräsentation für Dresden bloggen.

Das geplante Programm des Symposiums finden Sie hier:

Donnerstag, 19. Mai,

16.00 Uhr Begrüßung / Einführung

  • Prof. Klaus Vogel (Direktor Deutsche Hygiene-Museum Dresden)
  • Prof. Dr. Annette Kehnel (Geschichte, Universität Mannheim)

16.30 – 18.00 Uhr Homo portans: Grenzgänger zwischen Natur und Kultur

  • Die Taschen der Tiere: Einblick in die Evolution des Tragens, Dr. Barbara I. Fruth (Primatenforschung, MPI Leipzig)
  • Die Anfänge unserer Kultur – Schmuck und Kleidung tragen: Befunde und Funde aus der jüngeren Altsteinzeit, Sibylle Wolf M.A. (Ältere Urgeschichte, Universität Tübingen)
  • Der moderne Mensch als Beuteltier. Eine kurze Geschichte des Tragetuchs, Prof. Dr. Timo Heimerdinger (Europäische Ethnologie, Universität Innsbruck)

19.00 Uhr Öffentlicher Abendvortrag

  • Tragen, jagen, wagen: Die Ausbreitung der frühen Menschen, Prof. Dr. Friedemann Schrenk (Paläoanthropologie, Senckenberg Forschungsinstitut, Frankfurt)

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Freitag, 20. Mai,

9.00 – 10.30 Uhr Homo portans im Zivilisationsprozess
Diskussionsleitung: Prof. Dr. Sabine von Heusinger (Universität Köln)

  • Techniken des Tragens aus ethnologischer Sicht, Benedikt Pontzen M.A. (Ethnologie, Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies)
  • Das Steintragen als Frauenstrafe im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, Dr. Jörg Wettlaufer (Geschichte, Universität Kiel)
  • Verweigerte Menschenwürde: Tragen als Strafe im Jahrhundert der Diktaturen, Prof. Dr. Peter Steinbach (Geschichte, Universität Mannheim)

11.00 – 12.30 Uhr

  • „Die Bürde des weißen Mannes“: Über das Tragen im europäischen Kolonialismus vom späten 19. Jahrhundert bis zur Dekolonisation, Prof. Dr. Johannes Paulmann (Neuere Geschichte, Universität Mannheim / Magdalen College Oxford)
  • Über die Psychologie des Tragens: Warum wir gewichtige Dinge wichtig finden, Dr. Nils B. Jostmann (Sozialpsychologie, Universität Amsterdam)
  • Tragen – Sprachliche Dimensionen eines Konzeptes, Dr. Alexander Lasch (Sprachwissenschaft, Universität Kiel)

Mittagspause

14.00 – 15.30 Uhr Homo portans zwischen Wissenschaft, Kunst und Öffentlichkeit
Diskussionsleitung: Prof. Dr. Eva Eckkrammer (Universität Mannheim)

  • Wissenschaft braucht Ideenträger, Prof. Dr. Christian Holtorf (Wissenschaftsforschung und Wissenschaftskommunikation, Hochschule Coburg)
  • Zur Ikonographie des Homo Portans, Dr. Arie Hartog (Gerhard-Marcks-Haus, Bremen)
  • Wissenschaft braucht Perspektivenwechsel. Erfahrungen an den Grenzen zwischen Wissenschaft und Kunst, Anja Schindler (Kunst, Klotten)

16.00 – 17.00 Diskussion des Zwischenstands

ab 17.30 Uhr „So trägt der Mensch“. Von der Ötzikraxe bis zum Lap-Top-Rucksack

  • Posterpräsentationen von Masterstudierenden des Historischen Instituts der Universität Mannheim (Studiengang Geschichte: Wissenschaft und Öffentlichkeit), Leitung: Dr. Ulrike Scherzer (Universität Mannheim) in Zusammenarbeit mit Anja Schindler (Klotten)

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Samstag, 21. Mai,

9.00 – 10.30 Uhr Homo portans von der Last zur Lust des Tragens
Diskussionsleitung: Prof. Dr. Johannes Paulmann (Universität Mannheim / Magdalen College Oxford)

  • “Gepäckträger Mensch” in der Alpenregion, Prof. Dr. Karin Fuchs (Geschichts- und Museumsdidaktik, Pädagogische Hochschule Luzern)
  • Der Koffer als Reisebegleiter – mehr als nur Gepäck, Dr. Claudia Selheim (Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg)
  • Bag stories – eine weltweite Studie über Frauen und ihre Handtaschen, Dr. Ute Rademacher (Wirtschaftspsychologie, Marktforschung Colibri Research, Hamburg)

Kaffeepause

11.00 – 12.30 Uhr Homo Portans auf der Suche nach Entlastung

Leitung: Prof. Dr. Annette Kehnel (Universität Mannheim)

  • Tragen lassen – tragende Göttinnen, Prof. Dr. Maria Häusl (Theologie, TU Dresden)
  • Der Papst als homo portans und homo portatus, Prof. Dr. Agostino Paravicini Bagliani (Geschichte, Universität Lausanne)
  • „Der moderne Mensch auf der Suche nach Entlastung“, Prof. Dr. Karl-Siegbert Rehberg (Kultursoziologie, TU Dresden)

Abschlussdiskussion

Ca. 13.00 Uhr Ende der Tagung


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