Archiv für die ‘Uncategorized’ Kategorie

Krankheitsträger Mensch

2 Mai 2011

Patrick Kilian beschäftigt sich im Rahmen des Master Projektseminars „Homo Portans“ mit dem Menschen als Bakterienträger. Neben der Entwicklung dieser Vorstellung sollen auch die Konsequenzen thematisiert werden, die sich aus diesem neuen medizinischen Diskurs ergeben haben. Patrick Kilian ist Tutor am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte und schreibt neben dem Studium für das Kulturmagazin “Ikonen”.

Das Mikroskop – ein neuer Blick

Mikrophotographische Abbilung (1892)

Als eines der höchsten menschlichen Güter ist Gesundheit seit jeher durch Krankheit bedroht. Ob Pest, Pocken oder HIV -  sobald die Krankheiten epidemische Züge annehmen, entwickeln sie sich von einer individuellen hin zu einer kollektiven Gefahr. In der Reaktion auf diese Bedrohungen der Menschheit haben sich in der Geschichte der Medizin unterschiedlichste Krankheitskonzeptionen herausgebildet. Im 17. Jahrhundert sollte sich das medizinische Denken und Forschen mit der Erfindung des Mikroskops grundlegend verändern. Der von Michel Foucault hierbei für die Anatomie beschriebene Perspektivwechsel des Blicks hin zum Unsichtbaren (Geburt der Klinik 9), gilt in radikalerer Form auch für das späte 19. Jahrhundert und die Bakteriologie. Durch die Visualisierung des menschlichen Mikrokosmos kommt plötzlich jener Fremdkörper zum Vorschein, der von nun an zur Ikone der medizinischen Forschung und zum ‚Feindbild’ der Gesundheit erklärt wurde: das Bakterium. » Weiterlesen: Krankheitsträger Mensch

Homo Portans tagt in Dresden

1 März 2011

Die Vorbereitungen für das interdisziplinäre Symposium “Homo Portans. Tragen. Die Faszination des Selbstverständlichen” vom 19. bis 21. Mai 2011 im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden laufen auf Hochtouren. Hier können Sie sich anmelden. Künftig werden die Studierenden der Universität Mannheim über ihr Projektseminar “Homo Portans” und die Arbeit an einer Posterpräsentation für Dresden bloggen.

Das geplante Programm des Symposiums finden Sie hier: » Weiterlesen: Homo Portans tagt in Dresden

Die Venus vom Hohle Fels – als der Homo Portans zu tragen begann

30 November 2010
Die Venus vom Hohlen Fels

Hilde Jensen, Universität Tübingen

War der Mensch zuallererst Schmuckträger?

Urgeschichtliche Funde legen diese Annahme nahe. Zum Beispiel die “Venus vom Hohle Fels” – die Frauenfigur wurde 2008 bei Schelklingen im Achtal (Schwäbische Alb) gefunden und ist eine Sensation: Sie ist nicht nur die älteste Frauenfigur, die wir kennen, sondern weist auch eindeutig eine gut erhaltene Öse auf. Die Venus vom Hohle Fels war also ein Schmuckanhänger und ist weit älter, als alle anderen bekannten Tragegegenstände des Homo Portans. » Weiterlesen: Die Venus vom Hohle Fels – als der Homo Portans zu tragen begann

Homo Portans und die Öffentlichkeit

9 November 2010
Dies ist ein Gastbeitrag von Dr. Christian Holtorf, Leiter der Abteilung Wissenschaft im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden, der Homo Portans als anschlussfähiges Projekt einschätzt, dem der Spagat zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit gelingen könnte:

Gute Wissenschaftler erzählen gute Geschichten. Sie dienen dadurch auch intellektuellem Vergnügen und kultureller Teilhabe, kurz: sie wirken entlastend. Eine solche “gute Geschichte” liefert auch das Projekt Homo Portans, das sich von vornherein als öffentlichkeitswirksames “Projekt” versteht und sich das Zeigen von Kunst, eine Publikation und schließlich eine Ausstellung zum Ziel gesetzt hat, also mit großer Energie in die Öffentlichkeit drängt. » Weiterlesen: Homo Portans und die Öffentlichkeit