Wenn Menschen Menschen tragen

Dies ist ein Beitrag von Katharina Klockhaus, Teilnehmerin im Master-Projektseminar “Homo Portans”. Sie widmet ihr Poster dem Sänftenträger und seiner Stellung in der Welt. Dabei kontrastiert sie die soziale Rolle der Sänftenträger in Indien, England und Afrika.

 

Homo Portans trägt Vieles. Aber er lässt sich auch tragen, und zwar im wörtlichen Sinne. In vielen Regionen der Erde und zu verschiedenen Epochen hat der Homo Portans andere Menschen benutzt, um sich tragen zu lassen – in Sänften. Wer waren diese Sänftenträger? Und wer wurde getragen? Wie sieht dieses Transportmittel aus, das epochen- und regionenübergreifend verbreitet war?

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Das Tragende in der Geschichte der Begriffe

Im Rahmen des Projektseminars „Homo Portans“ betrachtet Sina Steglich, Studentin an der Universität Mannheim und wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte I, Prof. Dr. Johannes Paulmann, die begriffsgeschichtliche Dimension des Tragens.

 

Der Homo Portans gibt sich zunächst nur vage zu erkennen: Denn was genau meint er, wenn er zu tragen beginnt? Und was, wenn er sich als Träger benennt? Bezieht er sich vorrangig auf Lasten, auf das Tragen von Gegenständen im Alltag? Oder geht es ihm vielleicht doch eher um ein großes Maß an Herrschaft und Macht bzw. einfach um ein konsequentes Leben in Toleranz gegenüber seinen Mitmenschen? – Ein kurzer Streifzug durch unterschiedliche Quellen gibt erste Anhaltspunkte auf der Suche nach dem Tragen: Ob im Testament, in der Literatur oder in der Wissenschaft: Überall wird getragen. Doch offen bleibt zunächst die Klärung dessen, was jeweils darunter verstanden werden könnte.

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Das Trauma vom Tragen

Dies ist ein Beitrag von Vanessa Wormer, Teilnehmerin im Master-Projektseminar “Homo Portans” und studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte. Mit ihrem Poster “Das Trauma vom Tragen” widmet sich Vanessa Wormer einem zeitgeschichtlichen Thema aus lokaler Perpektive.

 

Was würde ich mitnehmen, wenn ich fluchtartig mein Haus, mein Dorf, meine Heimat verlassen müsste? Für viele Menschen weltweit spiegelt diese Frage eine traurige Lebensrealität wider. Das Trauma der Flucht, Vertreibung und Evakuierung ist ein immer wiederkehrendes Phänomen der Menschheit, ausgelöst durch Kriege, Despoten, Naturkatastrophen. » Weiterlesen: Das Trauma vom Tragen

Der Mensch als Kopfschutzträger

Dies ist ein Beitrag von Sebastian Hoffmann, Teilnehmer im Master-Projektseminar “Homo Portans” und wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Prof. Dr. Johannes Paulmann, der Uni Mannheim. Im Seminar beschäftigt er sich mit der Bedeutungsvielfalt des Tragens von Feuerwehrhelmen und wird in Dresden ein Poster zu diesem Thema präsentieren. Hier bloggt er über sein Projektvorhaben:

„Bei Gefahr von Kopfverletzungen ist im Feuerwehrdienst ein geeigneter Schutzhelm zu tragen“, besagt das moderne Handbuch der Feuerwehr-Schutzausrüstung. So dient ein Helm wie eine Kappe oder Mütze nicht nur der Dekoration, sondern soll den wichtigsten Körperteil des Menschen, den Kopf, vor äußeren Gefahren schützen. Galt dies bis zum Eintreten in die Zeit der Industrialisierung in erster Linie dem Schutz vor Waffeneinwirkungen, etablierte sich die Nutzung eines Helms in der Folgezeit auch in zahlreichen zivilen Bereichen. » Weiterlesen: Der Mensch als Kopfschutzträger