Wer darf das Schwert des Herrschers tragen?

Dies ist ein Beitrag von Günter Krüger, Teilnehmer im Master-Projektseminar “Homo Portans” und wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl Neuere Geschichte (Erich Pelzer) der Universität Mannheim. Seinen persönlichen Forschungsschwerpunkten folgend, die insbesondere auf höfische Kultur, Rittertum und Turnierwesen in Spätmittelalter und Früher Neuzeit ausgerichtet sind, beschäftigt er sich im Projektseminar mit dem Zeremoniellen Schwerttragen. In Dresden wird der Masterstudent ein Poster zu diesem Thema präsentieren, einen ersten Einblick in sein Projekt können Sie hier bereits heute gewinnen:

Nur wenigen anderen Objekten wurde in der abendländischen Geschichte eine ähnliche Bedeutsamkeit zuerkannt, wie dem Schwert. Dem Kriegswesen entsprungen, wurde es zum Inbegriff des christlichen ritterlichen Kosmos, das wie kein anderes Symbol zuvor den Ethos einer ganzen Epoche prägte. Doch der Mensch trug das Schwert nicht ausschließlich, um kriegerische Ziele zu verfolgen. » Weiterlesen: Wer darf das Schwert des Herrschers tragen?

Homo Portans tagt in Dresden

Die Vorbereitungen für das interdisziplinäre Symposium “Homo Portans. Tragen. Die Faszination des Selbstverständlichen” vom 19. bis 21. Mai 2011 im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden laufen auf Hochtouren. Hier können Sie sich anmelden. Künftig werden die Studierenden der Universität Mannheim über ihr Projektseminar “Homo Portans” und die Arbeit an einer Posterpräsentation für Dresden bloggen.

Das geplante Programm des Symposiums finden Sie hier: » Weiterlesen: Homo Portans tagt in Dresden

Die Venus vom Hohle Fels – als der Homo Portans zu tragen begann

Die Venus vom Hohlen Fels

Hilde Jensen, Universität Tübingen

War der Mensch zuallererst Schmuckträger?

Urgeschichtliche Funde legen diese Annahme nahe. Zum Beispiel die “Venus vom Hohle Fels” – die Frauenfigur wurde 2008 bei Schelklingen im Achtal (Schwäbische Alb) gefunden und ist eine Sensation: Sie ist nicht nur die älteste Frauenfigur, die wir kennen, sondern weist auch eindeutig eine gut erhaltene Öse auf. Die Venus vom Hohle Fels war also ein Schmuckanhänger und ist weit älter, als alle anderen bekannten Tragegegenstände des Homo Portans. » Weiterlesen: Die Venus vom Hohle Fels – als der Homo Portans zu tragen begann

Homo Portans auf dem Historikertag: ein Rückblick von Annette Kehnel

Dies ist ein Beitrag von Prof. Dr. Annette Kehnel, Inhaberin des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte an der Uni Mannheim. Annette Kehnel hat das Projekt Homo Portans initiiert und das Thema auf dem Berliner Historikertag der Fachwelt präsentiert. Mit etwas zeitlichem Abstand wagt sie nun einen Rückblick auf die Sektion und fasst die Ergebnisse der Vorträge zusammen.

Der 48. Deutsche Historikertag war ein gelungenes Take-Off für das Projekt Homo Portans.

Tragen macht Spaß und die Suche nach Entlastung auch. Ganz besonders kreativ war die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Kunst. Noch bevor der Dresdner Kultursoziologe Karl-Siegbert Rehberg einleitende Anmerkungen zum Thema aus Sicht der philosophischen Anthropologie (Max Scheler, Helmuth Plessner, Arnold Gehlen) an den Grenzen zwischen Natur- und Geisteswissenschaften entfaltete, hatte die Künstlerin Anja Schindler aus Klotten an der Mosel die künstlerische Performance einer Trageprozession orchestriert. Strahlend blaue Tragegestelle, Körbe, Koffer und Mohnblume wurden durch die ehrwürdigen Hallen der Humboldt-Universität zu Berlin getragen – ein Hingucker, Lust auf mehr, Spaß an der gemeinsamen Aktion und Sehnsucht nach Entlastung. » Weiterlesen: Homo Portans auf dem Historikertag: ein Rückblick von Annette Kehnel