Projekt

Die Idee hinter Homo Portans

Tragen ist Bestandteil unseres Lebens – gleichzeitig Bürde und Last, Bedürfnis und Stütze. All diesen Aspekten widmet sich das Projekt „Homo Portans – Tragen. Die Faszination des Selbstverständlichen“. Es geht um die interdisziplinäre Erforschung des Tragens seit der Ur- und Frühgeschichte bis ins 21. Jahrhundert. Einer der zentralen Inhalte ist für das Projekt die Beschäftigung mit den Gegenständen, die uns Menschen „von Kindesbeinen bis ins hohe Alter“ begleiten: von der Kraxe, die Ötzi trug über den Ledertornister bis zur trendigen Designerhandtasche.

Ziel: Wissenschaft, Wirtschaft und Kunst kooperieren

Im Projekt Homo Portans soll eine tragfähige Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft etabliert und durch die künstlerische Interpretation öffentlichkeitswirksam verknüpft werden. Ziel ist zum einen die Etablierung eines interdisziplinären Forschungsprojekts. Außerdem sollen die umfangreichen Aspekte des Tragens in einer Ausstellung veranschaulicht werden und durch die künstlerische Auseinandersetzung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ziel ist zudem auch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Rahmen des Master-Projektseminars „Wissenschaft und Öffentlichkeit“.

Das Thema ist wissenschaftlich gesprochen im Bereich der „Grundlagenforschung“ anzusiedeln; der Homo Portans beschreibt eine anthropologische Konstante, die als zentrale Voraussetzung für die Kulturfähigkeit des Menschen zu nennen ist. In diesem Sinne versteht sich das Projekt als ein Experimentierfeld, eine Spurensuche auf dem Feld jener grundlegenden menschlichen Fähigkeiten und Bedürfnisse, die kulturübergreifend die menschliche Existenz bestimmen und ermöglichen. Ziel ist es, eine Ausstellung zu konzipieren, die Besuchern die Möglichkeit bietet, Kulturgeschichte zu entdecken und zu erleben. Sie sollen ein Gefühl für die Fähigkeiten des Menschen entwickeln, ihre eigenen Fähigkeiten neu erleben und zum Staunen kommen.

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