Beiträge getagged ‘Handtasche’

Vom Ötzi-Rucksack zur Laptoptasche

17 Mai 2011

Dies ist ein Beitrag von Simon Fürst. Er studiert im zweiten Semester an der Universität Mannheim im Studiengang „Master Kultur und Wirtschaft: Geschichte“. Im Rahmen des Projektseminars „Homo Portans“ untersucht er das vielschichtige Thema der Entwicklung der Tragewerkzeuge sowie deren Bedeutungen für den Träger über alle Epochen hinweg.

 

Jeder Mensch besitzt sie in verschiedenen Formen und nutzt sie täglich. Sie werden gefüllt mit jeglichen Gegenständen des alltäglichen Lebens oder mit speziellen Gegenständen für die sie geschaffen wurden. Seit jeher bewegt sich der Mensch von Punkt A zu Punkt B und seitdem hat er auf diesen Reisen auch stets einen Begleiter bei sich, um wichtige Gegenstände mit sich zu führen – die Tasche. » Weiterlesen: Vom Ötzi-Rucksack zur Laptoptasche

Material Culture: Die Geschichte der Tasche – von der Ötzikraxe bis zur Plastiktüte

27 September 2010

Der älteste archäologische Nachweis eines Rucksacks (Kraxe) stammt von der Gletschermumie Ötzi (3.300 v. Chr.). Der Homo Portans hat also schon früh das Bedürfnis entwickelt, Dinge bei sich zu tragen: von den Kalebasen über den Rucksack übers Geld (das den Warenverkehr gleichsam „entmaterialisiert“ und somit leichter tragbar macht) und die Plastiktüte.

Daran schließt sich auch die Transformation von der Fähigkeit zum Bedürfnis an: Das moderne Bedürfnis, Handtaschen zu tragen, Dinge mit sich zu tragen, obwohl sie allerorten vorhanden sind.

Genderforschung: War Homo Portans eine Frau?

27 September 2010

„Tragen ist Frauensache“, das jedenfalls implizieren zahlreiche Forschungen zur Evolution des Menschen. Frauen – so die Thesen – haben das Tragen erfunden, Frauen haben die Kinder getragen und Frauen sind diejenigen, die bis heute Handtaschen lieben: „Man the hunter – women the gatherer.“ Während die Männer auf der Jagd ihr Leben riskierten, beschäftigten sich die Frauen mit dem Sammeln von Kräutern und Beeren im heimischen Umfeld. Weil sie ihre Kinder tragen mussten, taten sie sich leichter mit der Erfindung von Tragebehältnissen, Taschen, Körben etc.

Diese impliziten genderspezifischen Aspekte wären im Projekt zu berücksichtigen, aber auch zu hinterfragen. Jedenfalls scheint eine kritische Auseinandersetzung mit dieser Art von Theoriebildung dringend notwendig und angesichts der allgegenwärtigen Gleichstellungsdebatten von hoher gesellschaftlicher Relevanz.

Hier eine Bildergalerie zum Thema “Tragen ist Frauensache”:

(© Fotos: Wilfried Lieb)