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Wenn der Name Identität stiftet

5 Mai 2011

Dies ist ein Beitrag von Daniela Ahrens, Studentin an der Universität Mannheim und wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte, Prof. Dr. Annette Kehnel. Im Rahmen des Projektseminars „Homo Portans“ betrachtet sie den Menschen als Namensträger und zeigt auf, was passiert, wenn Alltägliches zu etwas Bedeutsamen wird.

Namen sind etwas Alltägliches, etwas Selbstverständliches geworden. Sie stehen im Personalausweis, auf Kundenkarten, unter Verträgen etc. Sie sind so präsent, dass wir uns nur selten bewusst Gedanken über sie machen. Ein Fehler? Wahrscheinlich schon – man denke etwa an das gewaltige Medienecho, das von der Studie “Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose“ ausgelöst wurde. Schließlich haben auch andere Studien nachweisen können, dass Namen Assoziationen von Alter, Intelligenz und Attraktivität hervorrufen. Hinter den Namen steckt viel mehr, als auf den ersten Blick sichtbar wird. Es erscheint daher äußerst vielversprechend – über die Frage nach der reinen Bedeutung und Herkunft von Namen hinaus – sich intensiver mit dem Thema zu befassen. Namen bergen zahlreiche Informationen über eine Gesellschaft, ein Individuum, soziale, kulturelle und politische Zustände und Veränderungen in sich. » Weiterlesen: Wenn der Name Identität stiftet